Archive für Mai 2011

Wieder eine Schwarze Frau von deutschen Polizisten erschossen!

Wir, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. haben mit Entsetzen von dem Tod einer Schwarzen Frau erfahren die, wie wir inzwischen erfahren haben Christy Omorodion hieß.
Sie wurde am 19. Mai in einem Frankfurter JobCenter von einer Polizistin erschossen und die Umstände rufen Erinnerungen wach an das Schicksal Mariame N’Deye Sarr, die im Jahr 2000 ebenfalls unter nie endgültig geklärten Umständen von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Es wurde auch nie geklärt warum zwei Polizisten eine Frau nichtberuhigen können und zur Waffe greifen mussten.
Tödliche Fälle von Polizeigewalt gegenüber Schwarzer Menschen sind leider keine Seltenheit und wir fragen uns, und große Teile der Schwarzen Gemeinschaft ebenso, ob es tatsächlich so ist, dass Schwarze Menschen und andere People of Color Gefahr laufen müssen, Opfer polizeiliche Gewalt zu werden.
Wir verurteilen auf Schärfste diesen erneuten brutalen Angriff auf eine Schwarze Person und fordern eine rückhaltlose Aufklärung dieses Falles, der zum Tod einer Schwester geführt hat. Die einseitige und unreflektierte Berichterstattung in den Medien nehmen wir ebenso mit Empörung auf und fordern die Journalisten auf die Untersuchungsergebnisse der zuständigen Stellen abzuwarten bevor sie vorschnell von einer “Notwehrsituation sprechen.

Wir fordern darüber hinaus die sofortige Suspendierung der Polizeibeamtin, die die Frau erschossen hatte, und sollte sich rausstellen, dass sie ihre Dienstpflicht verletzt hat, sie aus dem aktiven Polizeidienst zu entlassen.
Schwarze Menschen sind kein Freiwild für schießwütige Polizist_innen und wir fordern die zuständigen Innenministerien auf, endlich Massnahmen zu treffen die solche Vorkommnisse in Zukunft verhindern.

Vorstand, ISD-Bund e.V., Mai 2011

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Demonstration durch Magdeburg am 19.05.2011

Am 19.05.2011 wird es im Anschluss an die Hauptverhandlung eine Demonstration durch Magdeburg geben.
Der Treffpunkt ist um 16:00 Uhr vor dem Magdeburger Landgericht.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh fordert:
BREAK THE SILENCE! Brecht das Schweigen!
Wir wollen ein faires Verfahren, das Aufklärung des Falles, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die Familie bringt!
Ein Ende der Schikanen und Repression gegen alle Aktivist_innen!
Ein Ende der Polizeibrutalität und des Behördenrassismus!

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Bayreuth, 24.-26.4.2011: „BIGSAS Festival afrikanischer und afrikanisch-diasporischer Literaturen“

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In Lesungen, Performances und Podiumsdiskussionen präsentieren Autor_innen aus Afrika und seinen Diasporas ihre Arbeiten. Das Literaturfestival, das 2011 zum ersten mal stattfindet, steht unter dem Thema „Afrikanische Konzeptionen von Europa“.

Es lesen: Femi Osofisan (Nigeria), Biyi Bandele (Nigeria(UK), A.A.Wabéri (Djibouti), Jean-Luc Raharimana (Madagascar/Frankreich), Patrice Nganang (Kamerun/USA), Rinaldo Walcott (Kanada), Cristina Ali Farah (Somalia/Italien), Chika Unigwe (Nigeria/Belgien), Tsitsi Dangarembga (Zimbabwe), Sénouvo Agbota Zinsou(Togo/Deutschland).

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Das Programm -> bigsas_litfest-e-flyer_290411.pdf

Demnächst auch unter: www.bigsas.uni-bayreuth.de/literaturfestival

rassistische Glosse in der “TAZ”

in einem offenen Brief kritisiert der Migrationsrat Berlin Brandenburg / MRBB die als Links geltende Zeitung “TAZ.
“Die gewählte Form der Satire kann dabei als ein Vorweggriff der gängigen weißen Abwehrstrategien („Ist doch nur Spaß“, „Das war doch gar nicht so gemeint“ oder „Das muss man doch noch sagen dürfen“) gelesen werden, delegitimiert sie doch die Kritik an der Verwendung von rassistischen Unwörtern wie „N-König“ oder „N-Hoheit“ mit dem Verweis auf ihren „Unernst“.

Zwar darf die Satire laut Kurt Tucholsky bekanntlich „Alles!“, sie verliert dieses Anrecht jedoch, wenn sie anstatt kritisch herrschende Machtverhältnisse zu hinterfragen, diese vielmehr stabilisiert, indem sie rassistische und sexistische Stereotype reproduziert.”

Der MRBB fordert die “TAZ” dazu auf, sich öffentlich kritisch mit der eigenen weißen Machtposition auseinanderzusetzen sowie auf diskriminierende und rassistische Berichterstattung zu verzichten. Unterstützt wirde der MRBB von Antidiskriminierungsnetzwerks des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (ADNB des TBB), des Vorstands der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), des Vorstands Schwarze deutsche Frauen und Schwarze Frauen in Deutschland e.V. (ADEFRA), des Vorstand des Afrika-Rats e.V.

Den ganzen Brief als pdf Datei ->beschwerdebrief-an-taz.pdf

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