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	<title>Black Community Blog</title>
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	<description>Powered by ISD-Bund e.V.</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:38:33 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Rassismus</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tahir</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

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		<description><![CDATA[Rassismus. In einem weißen deutschen Diskurs
wird damit häufig das Phänomen bezeichnet,
dass ein Idiot mit Glatze und Baseballschläger
Menschen vermöbelt, die er als „Ausländer“ definiert.
Aber das sind Nazis; Randprobleme. Der Rest der weißen
Deutschen ist antirassistisch und aufgeklärt. Haben ja
schließlich auch alle eine sogenannte Ausländerin zur
Freundin. Doch was ist, wenn der studentische Beschäftigte
täglich vom weißen deutschen Chef oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rassismus. In einem weißen deutschen Diskurs<br />
wird damit häufig das Phänomen bezeichnet,<br />
dass ein Idiot mit Glatze und Baseballschläger<br />
Menschen vermöbelt, die er als „Ausländer“ definiert.<br />
Aber das sind Nazis; Randprobleme. Der Rest der weißen<br />
Deutschen ist antirassistisch und aufgeklärt. Haben ja<br />
schließlich auch alle eine sogenannte Ausländerin zur<br />
Freundin. Doch was ist, wenn der studentische Beschäftigte<br />
täglich vom weißen deutschen Chef oder der weißen<br />
deutschen Chefin mit Vorurteilen belästigt wird, er auf<br />
Grund solcher Vorurteile pauschal als „faul“ und „unzuverlässig“<br />
(&#8230;) abgestempelt wird und sich diese Zuschreibungen<br />
am Ende noch im Arbeitszeugnis wiederfinden,<br />
obgleich sie bar jeglichen Realitätsbezuges sind?<br />
Auch bedauerliche Einzelfälle? Mitnichten. Die Idee zu<br />
diesem Heft kam auf, als mehrere solcher Beschwerden<br />
pro Woche im RefRat eintrafen. Zwei der Menschen,<br />
die nach Unterstützung gesucht hatten, beschlossen,<br />
ihre Erlebnisse zu veröffentlichen. Die Artikel wurden<br />
geschrieben. Doch mit dem Veröffentlichungstermin<br />
rückten auch die anstehenden Prüfungen näher und damit<br />
die Konfrontation mit den Dozent_innen, gegen die<br />
Vorwürfe erhoben wurden. Nachvollziehbar, dass sich<br />
beide Studierende entschlossen ihre eh schon beschissene<br />
Situation nicht noch weiter zu verschlechtern. Beide<br />
baten uns, doch von einer Veröffentlichung der Texte<br />
abzusehen, zumindest bis zum Studienabschluss.</p>
<p>Den ganzen Artikel weiterlesen unter http://www.refrat.de/huch/pdf/HUch_Rassismus.pdf</p>
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		<title>sign now!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 12:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tahir</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

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		<description><![CDATA[
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			<content:encoded><![CDATA[<p><script type="text/javascript" src="http://openpetition.de/widget/petition/stoppt-racial-profiling"></script></p>
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		<title>Sie kontrollieren uns, weil wir Schwarz sind II</title>
		<link>http://community.isdonline.de/2012/05/14/sie-kontrollieren-uns-weil-wir-schwarz-sind-ii/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tahir</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin, 14.05.2012: Morgen steht erneut eine Betroffene von racial
profiling wegen Beleidigung von Polizeibeamten vor Gericht. Die Kampagne
für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der Migrationsrat Berlin
Brandenburg rufen zur Prozessbeobachtung auf
am 15. Mai 2012 ab 8:45Uhr
im Amtsgericht Tiergarten
Kirchstraße 6, 10557 Berlin
Raum 4104
Was passiert ist:
Am 12. August 2010 ist Talha B.* gemeinsam mit ihrem Bruder Adjatay B.*
und ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 14.05.2012: Morgen steht erneut eine Betroffene von racial<br />
profiling wegen Beleidigung von Polizeibeamten vor Gericht. Die Kampagne<br />
für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der Migrationsrat Berlin<br />
Brandenburg rufen zur Prozessbeobachtung auf</p>
<p>am 15. Mai 2012 ab 8:45Uhr<br />
im Amtsgericht Tiergarten<br />
Kirchstraße 6, 10557 Berlin<br />
Raum 4104</p>
<p>Was passiert ist:<br />
Am 12. August 2010 ist Talha B.* gemeinsam mit ihrem Bruder Adjatay B.*<br />
und ihrem zwei Wochen alten Baby im Auto unterwegs. In Charlottenburg<br />
werden sie von Polizeibeamten gestoppt. Diese behaupten Adjatay B. hätte<br />
während des Fahrens telefoniert. Adjatay B. bestreitet das. Als Talha B.<br />
aussteigt, um von den Polizeibeamten zu erfahren, was los sei, entgegnen<br />
diese ihr: „Halt die Klappe, du mit deinem Affenbaby“ und „Wir sind hier<br />
nicht in Afrika“.</p>
<p>Talha B. zeigt die Beamten wegen Beleidigung an, das Verfahren wird jedoch<br />
eingestellt.<br />
Morgen muss sich nun Talha B. in einem Verfahren rechtfertigen. Durch ihre<br />
Meinungsäußerung gegenüber ihrem Bruder „Sie kontrollieren uns nur, weil<br />
wir Schwarz sind“, fühlen sich die Polizeibeamten beleidigt und zeigen<br />
sowohl Talha als auch Adjatay B.  ein.</p>
<p>Gegen Adjatay B. wird im August 2011 das Verfahren wegen „Beleidigung“<br />
eröffnet. Sein Anwalt argumentiert, dass racial profiling und Rassismus in<br />
der Polizei als Probleme anerkannt seien und Adjatay B. seine Meinung<br />
hierzu äußern könne. Das Verfahren wird eingestellt.</p>
<p>Talha, Adjatay und wir lassen uns nicht verbieten, rassistische Realitäten<br />
beim Namen zu nennen. Wir stehen gemeinsam an ihrer Seite und werden den<br />
Prozess begleiten.</p>
<p>Denn nicht alle Verfahren, in denen Betroffene von racial profiling wegen<br />
Beleidigung vor Gericht stehen, werden eingestellt, ein Freispruch ist<br />
bislang nicht bekannt. Die letzte bekannte Verurteilung hingegen liegt<br />
erst wenige Wochen zurück: am 7. März 2012 wurde Abasi O* zu einer<br />
Geldstrafe von 900€ wegen Beleidigung zweier Polizeibeamter verurteilt.</p>
<p>Der im Grundgesetz Artikel 3 formulierte Anspruch, dass alle Menschen vor<br />
dem Gesetz gleich sind und niemand „wegen seines Geschlechtes, seiner<br />
Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft,<br />
seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen<br />
benachteiligt oder bevorzugt werden“ darf, ist nicht garantiert, vielmehr<br />
muss er immer wieder aufs Neue erkämpft werden. Der Gerichtsaal ist einer<br />
der machtvollsten Räume, in denen rassistische Vorurteile durchgesetzt und<br />
rassistische Praktiken legitimiert werden. Das hat zu letzt das Urteil des<br />
Koblenzer Verwaltungsgerichts vom 28.02.2012 deutlich gezeigt. Demnach sei<br />
die grundgesetzwidrige Praxis des racial profilings, bei dem die Polizei<br />
Menschen allein aufgrund äußerlicher Merkmale, wie der Hautfarbe<br />
kontrolliert, legitim.</p>
<p>Weitere Informationen zu dem Prozess von Abasi O* und dem Koblenzer Urteil<br />
finden Sie auf der Homepage von KOP www.kop-berlin.de</p>
<p><span style="color: #000000; -webkit-text-decorations-in-effect: none" class="Apple-style-span"></span></p>
<p style="display: inline !important"> Ansprechpartner_innen:</p>
<p>Biplab Basu<br />
Reach Out/ Ariba e.V. &amp; KOP<br />
Tel.: 030/ 695 683 44<br />
E-Mail: biplab_basu@reachoutberlin.de</p>
<p>Angelina Weinbender<br />
Migrationsrat Berlin Brandenburg e. V.<br />
Oranienstr. 34, 10999 Berlin<br />
Tel.: +49(30) 616 587 55<br />
E-Mail: info@mrbb.de</p>
<p>Die PM im Wortlau<a href="http://www.migrationsrat.de">t </a><a href="http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/05/sie-kontrollieren-uns-weil-wir-schwarz-sind-ii_14052012.pdf" title="sie-kontrollieren-uns-weil-wir-schwarz-sind-ii_14052012.pdf">sie-kontrollieren-uns-weil-wir-schwarz-sind-ii_14052012.pdf</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>9-11 Mai Aktionstage in Berlin gegen die Botschaftskollaboration bei Abschiebungen</title>
		<link>http://community.isdonline.de/2012/05/08/9-11-mai-aktionstage-in-berlin-gegen-die-botschaftskollaboration-bei-abschiebungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 15:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tahir</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

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		<description><![CDATA[UNTERSTÜTZUNG Unseren Protest: 9-11 Mai Aktionstage in Berlin gegen die Botschaftskollaboration bei Abschiebungen
Protest und Aktionen gegen Botschaften aus verschiedenen Ländern und deren enge Zusammenarbeit mit deutschen Abschiebebehörden. Wir wollen ein Zeichen setzten gegen den deutsch-europäischen Krieg gegen Migration und seine repressiven Elemente.
Die Botschaften vieler Länder kollaborieren, um Menschen für die Abschiebung zu identifizieren. Korrupte Methoden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>UNTERSTÜTZUNG Unseren Protest: 9-11 Mai Aktionstage in Berlin gegen die Botschaftskollaboration bei Abschiebungen</p>
<p>Protest und Aktionen gegen Botschaften aus verschiedenen Ländern und deren enge Zusammenarbeit mit deutschen Abschiebebehörden. Wir wollen ein Zeichen setzten gegen den deutsch-europäischen Krieg gegen Migration und seine repressiven Elemente.</p>
<p>Die Botschaften vieler Länder kollaborieren, um Menschen für die Abschiebung zu identifizieren. Korrupte Methoden, die nur den Zweck haben, Papiere bereitzustellen, um die Abschiebung von Migranten und Flüchtlingen überhaupt erst zu ermöglichen oder zu erleichtern.</p>
<p>Die nigerianische Botschaft als ein Beispiel unter vielen, reist monatlich von Bundesland zu Bundesland um in mobilen Botschaft Hearings, Abschiebe-Dokumente auszustellen.</p>
<p>The VOICE Refugee Forum organisiert mit der Unterstützung von der Karawane - Für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten und verschiedensten migrantischen und antirassistischen Gruppen, Initiativen und Aktivisten drei Aktionstage in Berlin, um die Methoden und Praktiken dieser neo-kolonialen Elemente eines deutsch-europäischen Krieges gegen Migration bloßzustellen und anzugreifen.</p>
<p>Die Tage vom 9 - 11 Mai in Berlin sollen auch dafür genutzt werden, die Rolle von Frontext, “Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen” zu skandalisieren. Deutschland ist nicht nur der Hauptsponsor von Frontex – es nimmt auch eine Vorreiterrolle ein, andere Länder in Abschiebeaktionen einzubeziehen und Kollaborationen zu erzwingen.</p>
<p>Beispielweise tritt Nigeria Im Januar 2012 mit Frontext in eine vertragliche Abhängigkeit um “Rückführungs Operationen” unter dem Deckmantel der gemeinsamen Zusammenarbeit, durchzuführen.</p>
<p>Die geplanten Aktionen werden sich auf Botschaften afrikanischer Länder konzentrieren mit Fokus auf die Botschaft von Nigeria - Guinea. Wir haben die aktive Teilnahme von vielen anderen Communities und Aktivisten, z.B. aus Kamerun, Algerien, Sudan, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Aserbaidschan, Iran, Uganda, Kurdistan, Mali, Niger, Gambia, Äthopien, Kenia, Somalia, Sierra Leone, Republik Benin und Togo und natürlich allen anderen, die unsere Kampagne unterstützen wollen.</p>
<p>Es sind bereits zahlreiche Aktivitäten geplant, unter Vielem: Demonstrationen vor und gegenüber den Botschaften und des Auswärtigen Amts, Workshops, Konferenzen, Performances, Vorträge und Berichte von Flüchtlingen, Theater und Poetry und andere kreativen Aktionen.</p>
<p>Abschiebung ist eine Form der rassistischer Vernichtung und zeigt das wirkliche Gesicht der deutschen Praxis, in der Kontinuität andere Länder zu unterdrücken und sie als “rückständig” oder “unterentwickelt” zu kennzeichnen.</p>
<p><strong>Wir sind hier, weil Ihr unsere Länder zerstört</strong>;<br />
hier angekommen – als Opfer einer mehr als hundertjährigen Kontinuität von Ausbeutung und Sklaverei, sind wir konfrontiert mit Ausgrenzung und Isolation und werden weiter verfolgt durch staatliche Unterdrückung und institutionellen Rassismus.<br />
Abschiebung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit<br />
Kämpft mit uns gegen das koloniale Erbe der Unterdrückung</p>
<p>RADIO Interview with Mbolo Yufanyi, Rex Osa and Salomon Wantchoucou on Action days against Country Embassy deportation Collaboration in Berlin 9-11 May 2012.<br />
Wir sind Flüchtling und werden Kämpfen für unsere Freiheit. Solidarität für alle&#8230;<br />
<a href="http://soundcloud.com/rebootfm/2012-04-27-the-voices-mp3"></p>
<p><strong>Programm:</strong><br />
Mittwoch 09.05.12,<br />
14:00 Internationales Buffet/Info Tisch<br />
Willkommensbuffet für alle! Vernetzung und Mobilisationstreffen für die kommenden Aktionstage.<br />
18:00 Diskussionsabend mit verschiedenen Flüchtling-Communities und einer Präsentation über Frontex.</p>
<p>Donnerstag 10.05.12<br />
Demonstration – Weg mit der Abschiebungszusammenarbeit und deutscher Praktiken in Europa</p>
<p>Die Demo startet vor dem Gebäude der nigerianischen Botschaft (Neue Jakob Str 4)<br />
11:00 Treffen vor der Botschaft<br />
12:30 Demostart</p>
<p>20:15 Film Premiere “Residenzpflicht” von Denise Garcia Bergt im Kino Babylon, Rosa Luxemburg Str. 38.</p>
<p>Freitag 11.05.12: 10:00 -22:00 Uhr<br />
Flüchtlinge gegen den deutschen Staat: Kampagne gegen Abschiebung und Residenzpflicht in Deutschland.<br />
“Karawane” Tribunal 2013</p>
<p>Contact:<br />
The VOICE Refugee Forum,<br />
Boeblingerstr 105, 70199 Stuttgart. <a href="http://www.thevoiceforum.org"><br />
Email: <a href="thevoice_bdw@yahoo.de"></p>
<p>Tel.: Stuttgart: 017627873832<br />
Berlin: 01708788124<br />
Jena: 017624568988</p>
<p>For Donation: deportationstop Name: Fördervereine The Voice e.V<br />
Bank: Sparkasse Göttingen<br />
Bankleitzahl: 26050001<br />
Account Nr: 127829</p>
<p><a href='http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/05/poster_a2_horizontal_web_optpreview.jpg' title='poster_a2_horizontal_web_optpreview.jpg'><img src='http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/05/poster_a2_horizontal_web_optpreview.thumbnail.jpg' alt='poster_a2_horizontal_web_optpreview.jpg' /></a></p>
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		<title></title>
		<link>http://community.isdonline.de/2012/05/05/215/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 10:24:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tahir</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

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		<description><![CDATA[
Trailer Residenzpflicht from denisebergt on Vimeo.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/31754539?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/31754539">Trailer Residenzpflicht</a> from <a href="http://vimeo.com/denisegarcia">denisebergt</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Stoppt Racial Profiling! online Petition unterschreiben</title>
		<link>http://community.isdonline.de/2012/04/20/stoppt-racial-profiling-online-petition-unterschreiben/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 21:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ISD Bund Vorstand</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><script type="text/javascript" src="http://openpetition.de/widget/petition/stoppt-racial-profiling"></script></p>
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		<item>
		<title>Stoppt Racial Profiling!</title>
		<link>http://community.isdonline.de/2012/04/20/stoppt-racial-profiling/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 19:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ISD Bund Vorstand</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://community.isdonline.de/2012/04/20/stoppt-racial-profiling/</guid>
		<description><![CDATA[Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages in Deutschland
Das Urteil des Koblenzer Verwaltungsgerichts vom 28. Februar widerspricht dem Grundgesetz!
Nicht nur wird damit zum ersten Mal eingestanden, dass die Praxis des „Racial-Profiling“ in Deutschland von Polizeibeamten angewandt wird, dieses Vorgehen erhält durch das Urteil auch noch eine Legitimation.
Wir, die Erstunterzeichner_innen, verurteilen die Entscheidung des Gerichts auf das Schärfste und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages in Deutschland</p>
<p>Das Urteil des Koblenzer Verwaltungsgerichts vom 28. Februar widerspricht dem Grundgesetz!<br />
Nicht nur wird damit zum ersten Mal eingestanden, dass die Praxis des „Racial-Profiling“ in Deutschland von Polizeibeamten angewandt wird, dieses Vorgehen erhält durch das Urteil auch noch eine Legitimation.<br />
Wir, die Erstunterzeichner_innen, verurteilen die Entscheidung des Gerichts auf das Schärfste und fordern:<br />
•	Die Revision des Urteils vom 28. Februar 2012 zu „Racial Profiling“<br />
•	Die Einführung eines verpflichtenden Anti-Rassismus Trainings, das sich tatsächlich mit Rassismus und nicht nur mit euphemistischen Begrifflichkeiten wie Fremdenfeindlichkeit und Ausländerfeindlichkeit befasst, für ALLE Polizist_innen und Polizeischüler_innen<br />
•	Eine Meldepflicht aller Rassismus Vorwürfe gegenüber der Poizei, die von einer unabhängigen, von geschultem Fachpersonal besetzten Stelle geprüft und archiviert werden<br />
•	Die Überarbeitung des AGG anhand der europäischen Antirassismus Richtlinien, da dieses derzeit zu viele Ausnahmereglungen beinhaltet und daher in vielen Diskriminierungsfällen nicht greift</p>
<p>Arbeitskreis Panafrikanismus e.V.<br />
ADEFRA e.V. - Schwarze Frauen in Deutschland<br />
ISD - Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland</p>
<p>zur Online Petition: <a href="http://openpetition.de/petition/online/stoppt-racial-profiling" title="Online Petition">http://openpetition.de/petition/online/stoppt-racial-profiling</a><a href="http://openpetition.de/petition/online/stoppt-racial-profiling"></a></p>
<p><a href="http://openpetition.de/petition/online/stoppt-racial-profiling"> </a><a href="http://openpetition.de/petition/online/stoppt-racial-profiling"></a><a href="http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/04/grafik-racial-profiling_02.jpg" title="grafik-racial-profiling_02.jpg"><img src="http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/04/grafik-racial-profiling_02.thumbnail.jpg" alt="grafik-racial-profiling_02.jpg" /></a></p>
<p> <a href="http://community.isdonline.de/2012/04/20/stoppt-racial-profiling/#more-212" class="more-link">(more&#8230;)</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title></title>
		<link>http://community.isdonline.de/2012/03/30/210/</link>
		<comments>http://community.isdonline.de/2012/03/30/210/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 15:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ISD Bund Vorstand</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://community.isdonline.de/2012/03/30/210/</guid>
		<description><![CDATA[
Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland - ISD Bund e.V. kritisiert das Urteil des Verwaltungsgerichts in Koblenz, das es ab sofort der Bundespolizei erlaubt Personenkontrollen auch aufgrund der  Hautfarbe durchzuführen, aufs schärfste.
Damit wird zum ersten Mal eingestanden, dass die Praxis des „Racial-Profiling“- die polizeiliche Kontrolle von Menschen aufgrund von zugeschriebener “ethnischer Herkunft” oder “Hautfarbe” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/04/group.jpeg" title="group.jpeg"><img src="http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/04/group.thumbnail.jpeg" alt="group.jpeg" /></a></p>
<p>Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland - ISD Bund e.V. kritisiert das Urteil des Verwaltungsgerichts in Koblenz, das es ab sofort der Bundespolizei erlaubt Personenkontrollen auch aufgrund der  Hautfarbe durchzuführen, aufs schärfste.<br />
Damit wird zum ersten Mal eingestanden, dass die Praxis des „Racial-Profiling“- die polizeiliche Kontrolle von Menschen aufgrund von zugeschriebener “ethnischer Herkunft” oder “Hautfarbe” beziehungsweise aufgrund von rassistischen Zuschreibungen   – in Deutschland von Polizeibeamten angewandt wird.</p>
<p>Internationale- und europäische Gremien wie der UN- Menschenrechtsausschuss, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und die Europäische Grundrechteagentur haben eindeutig festgestellt, dass Personenkontrollen und Identitätsfeststellungen, die allein oder wesentlich auf Kriterien wie der zugeschriebenen ethnischen Zugehörigkeit oder &#8220;Hautfarbe&#8221; einer Person basieren, gegen das Verbot rassistischer Diskriminierung verstoßen.</p>
<p>Das Verwaltungsgericht in Koblenz hat mit seiner Entscheidung, die Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland und die Bundespolizei zurückzuweisen, Schwarze Menschen  in Deutschland, mit und ohne deutsche Staatsbürgerschaft, zu Verdächtigen erklärt.</p>
<p>In der Begründung des Gerichts heißt es, dass die Beamten aufgrund von „Lageerkenntnissen und einschlägigen grenzpolizeilichen Erfahrungen“ gehandelt hätten.</p>
<p>In dem Prozess sagte der zuständige Polizeibeamte das die Hautfarbe des Klägers Grund der Kontrolle war und dies bedeutet, dass die Hautfarbe auch für das Gericht einen legitimen Grund für die Kontrolle von Bürgern_innen in Deutschland darstellt.</p>
<p>Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Partei &#8220;Bündnis 90 / Die Grünen&#8221; im Jahr 2011 (Bundestags-Drucksache 17/6671 vom 25.07.2011) ausgeführt, im Rahmen der Befugnisse der Bundespolizei zu verdachtsunabhängigen  Kontrollen sei &#8220;eine unterschiedliche Behandlung von Personen in  Abhängigkeit von Rasse, Herkunft oder Religion […] im BPOlG sowie den weiteren für die Bundespolizei geltenden Vorschriften und Erlassen schon deshalb nicht enthalten, weil solche Methoden unvereinbar mit dem Verständnis von Polizeiarbeit in einem demokratischen Rechtsstaat sind&#8221;.</p>
<p>Eine gleich-lautende Antwort wurde auch auf eine kleine Anfrage der Partei  &#8220;Die Linke&#8221; ( Bundestag-Drucksache 16/8849 vom 18.04.2008) von der damaligen Bundesregierung gegeben.</p>
<p>Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Koblenz verstößt  nicht nur gegen Artikel 3, Absatz 1 des deutschen Grundgesetzes in dem es heißt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“, sondern auch gegen Absatz 3 des  gleichen Artikels:  Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“.</p>
<p>Schon seit geraumer Zeit kommt es immer wieder zu Beschwerden Schwarzer Menschen über gezielte Identitätskontrollen an Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Orten des öffentlichen Lebens, auch wenn diese nicht grenznah gelegen sind. Das Vorgehen der Bundes- und der lokalen Polizei wurde in der Vergangenheit wiederholt folgerichtig als &#8220;racial profiling&#8221; bezeichnet.  Ebenso regelmäßig wurde diese Vorgehensweise von den Behörden bestritten und auf die zulässige &#8220;verdachtsunabhängige Kontrolle&#8221;  verwiesen.</p>
<p>Kontrollen auf der Basis von rassistischen Zuschreibungen sind aber das Gegenteil von “verdachtsunabhängig – sie basieren auf einem Generalverdacht gegenüber Schwarzen Menschen, den das Verwaltungsgericht Koblenz nun richterlich legitimiert/bestätigt hat,</p>
<p>Eine ethnische Selektion darf es in Deutschland nie wieder geben!</p>
<p>Wir begrüßen dass der Kläger gegen die Entscheidung des VG Koblenz in Berufung geht, und erwarten daß die Entscheidung des Gerichts aufgehoben wird.</p>
<p>Darüber hinaus fordern wir von den Verantwortlichen der Polizei, der Landesregierungen, der Bundesregierung und allen politischen Kräften, sich gegen dieses Urteil auszusprechen und sich gegen jede Form von rassistischer und diskriminierende Behandlung zu engagieren.</p>
<p>Vorstand ISD Bund<br />
Hadija Haruna, Sharon Otoo, Jonas Berhe, Tahir Della, Yonis Ayeh</p>
<p>☎ +49 70 004 73 28<br />
mail:  isdbund.vorstand@isd-bund.org<br />
http://www.isdonline.de<br />
http://community.isdonline.de/</p>
<p><a href="http://community.isdonline.de/__oneclick_uploads/2012/03/racial-profilling.pdf" title="racial-profilling.pdf">racial-profilling.pdf</a></p>
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		<title>Die Bequemlichkeit der Definitionshoheit</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 13:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ISD Bund Vorstand</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[von Lara-Sophie Milagro
28. März 2012. Der Aufschrei ist groß unter Theatergängern, Intendanten, Schauspielern, Journalisten und Kritikern: Sie alle nehmen Weltoffenheit und antirassistisches Denken und Handeln für sich in Anspruch und sind nicht gewillt, dieses sorgsam gepflegte Selbstbild so einfach aufzugeben. So war man denn auch zu Beginn der Blackfacing-Debatte vor allem damit beschäftigt, sich gegenseitig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Lara-Sophie Milagro</p>
<p>28. März 2012. Der Aufschrei ist groß unter Theatergängern, Intendanten, Schauspielern, Journalisten und Kritikern: Sie alle nehmen Weltoffenheit und antirassistisches Denken und Handeln für sich in Anspruch und sind nicht gewillt, dieses sorgsam gepflegte Selbstbild so einfach aufzugeben. So war man denn auch zu Beginn der Blackfacing-Debatte vor allem damit beschäftigt, sich gegenseitig von jedwedem Rassismus frei zu sprechen: &#8220;Es ist ebenso rassistisch, wenn Weiße keine Schwarzen spielen dürfen – und es ist gerade rassistisch, wenn Schwarze Schwarze spielen&#8221;, so ein häufiges Argument. Oder: &#8220;Das Stück war ja anti-rassistisch, darum kann das darin verwendete Blackfacing ja gar nicht rassistisch sein&#8221;, als ob der Zweck alle Mittel heiligen würde. Nicht minder ignorant waren die nicht enden wollenden Verweise auf die künstlerische Freiheit, den vermeintlichen (&#8221;positiven&#8221;) Rassismus der Protestierenden, die Qualität einzelner Inszenierungen oder die schauspielerischen Fähigkeiten einzelner schwarzer Schauspieler.<br />
1. THEATER UND RASSISMUS<br />
Gleichzeitig setzte sich lange kaum einer der Verantwortlichen mit den tatsächlichen Inhalten der Protestierenden auseinander, wie sie zum Beispiel auf den Flugblättern nachzulesen waren, die im Rahmen der Aktion am Deutschen Theater gegen das Blackfacing in dem Stück Unschuld (Regie: Michael Thalheimer) verteilt wurden. Statt dessen wurden Argumente aufgeführt, die unfreiwillig bewiesen, dass die Protestler mit ihren Diskriminierungsvorwürfen recht hatten. Erfreulicherweise hat das Deutsche Theater die letzte Aufführung von &#8220;Unschuld&#8221; am 21. März ohne Black-Facing statt finden lassen und somit einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan.<br />
Das Einheits-Weiß deutscher Stadttheater<br />
Erstmals entbrannte die Blackfacing-Debatte um Dieter Hallervordens Inszenierung &#8220;Ich bin nicht Rappaport&#8221;. Darin verkörpert der schwarz angemalte Schauspieler Joachim Bliese eine schwarze Rolle. Von Seiten des Schlosspark-Theaters hieß es damals, man hätte keine afro-deutschen Schauspieler gefunden, weil es in deutschen Theater-Ensembles keine gäbe.<br />
Es ist löblich, dass das Schlosspark Theater dies erkannt hat. Schade nur, dass es daraufhin nicht die nächst liegende Frage stellte: Warum gibt es diese systematische Ausgrenzung von PoC an Deutschlands Theatern? Stattdessen wurde ein augenscheinlicher Missstand als Rechtfertigung für die Notwendigkeit einer weiteren Diskriminierung, die des Blackfacing, genutzt. Verkehrte Welt.<br />
Klickt man sich im Internet auf der Homepage deutscher Stadt- und Staatstheater durch die Fotos der Ensemble-Mitglieder so bietet sich einem tatsächlich stets dasselbe, einheitliche Bild: SchauspielerInnen mit stereotyp deutschem Erscheinungsbild, sprich: weißer Hautfarbe. Hin und wieder mal ein Nachname, der nicht urdeutsch klingt, aber zum Glück sieht man es der Trägerin kaum an. Die wenigen Ausnahmen kann man an einer Hand abzählen.<br />
Die Uneinheitlichkeit der deutschen Gesellschaft<br />
Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft, Deutschland ist ein Einwanderungsland. Es gibt Deutsche mit türkischen, afrikanischen, asiatischen, russischen – kurz: mit jeden nur denkbaren ethnischen und/oder kulturellen Wurzeln. Sie sind Ärztinnen, Schauspieler, Bauarbeiterinnen, Restaurantbesitzer, Studenten, Zahnarzthelfer, Juristinnen, Grafik Designer, Schriftstellerinnen, Politiker und Hartz IV-Empfänger.<br />
Das bunte Bild auf Deutschlands Straßen weicht einem Einheits-Weiß, sobald man ein Sprechtheater betritt. Keine PoC weit und breit, Schwarze schon gar nicht. Allerhöchstens beim Kantinenpersonal, in der Verwaltung oder der Technik. Warum ist das so?<br />
Im Jahre 2012 haben gut 18 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen einen multiethnischen Vordergrund. Rund acht Millionen von ihnen sind Deutsche, weitere sieben Millionen besitzen zwar nicht die deutsche Staatsbürgerschaft, prägen, gestalten und definieren aber durch ihren permanenten Aufenthalt hier die deutsche Kultur genauso mit. All diese Menschen werden zukünftig immer weniger bereit sein, sich damit zufrieden zu geben, dass ihre Gleichberechtigung gegenüber weißen Deutschen zwar auf dem Papier garantiert, aber in der Realität ein frommer Wunsch ist. Sie werden es nicht mehr hinnehmen, dass die deutsche Mehrheitsgesellschaft ihnen vorzuschreiben versucht, wann sie sich diskriminiert fühlen dürfen und wann nicht. Und dass diese Gesellschaft die Definitionshoheit darüber beansprucht, was Rassismus ist, wie ein Deutscher aussieht und wer die deutsche Kultur auf deutschen Bühnen mit seinem Gesicht zu vertreten hat.<br />
Selbstverständlichkeit in englischsprachigen Ländern<br />
Im Sprechtheater repräsentieren die Darsteller, in einem noch viel höheren Maße als in der Oper oder im Tanz, die Kultur des Landes durch ihr Aussehen, ihre Physiognomie. In der Oper steht die Musik im Vordergrund, beim Tanz der Körper und die Bewegung, beim Schauspiel das Gesicht (als Teil der Gesamterscheinung) und die Sprache. Wen wir in welchem Land in welchen Rollen auf der Bühne sehen, gibt also auch Aufschluss darüber, wen die jeweilige Gesellschaft als geeignet ansieht ihre Kultur in welchen Rollen zu vertreten, was wiederum offenbart, welche Länder PoC als Teil ihrer Kultur betrachten und welche nicht.<br />
In England und Amerika zum Beispiel vertreten PoC ganz selbstverständlich die amerikanische bzw. europäische Kultur. Man findet Menschen jedweder Hautfarbe – in großer Anzahl, nicht nur vereinzelt – in den Ensembles und auf den Bühnen der großen Theater. Ein Viertel des Ensembles der Royal Shakespeare Company besteht aus PoC, das National Theatre in London wirbt derzeit mit einem Plakat, auf dem zwei schwarze (nicht angemalte) Schauspieler zu sehen sind, für ihre aktuelle Produktion der &#8220;Comedy of Errors&#8221; (ca. die Hälfte der Rollen in dieser Produktion sind dann auch tatsächlich mit Schwarzen besetzt), die amerikanisch-iranische Schauspielerin Shohreh Aghdashloo spielt Lorcas Bernada Alba am renommierten Londoner Almeida Theatre und afro-britische SchauspielerInnen wie Adjoa Andoh werden regelmäßig an großen Häusern für Hauptrollen in klassischen und modernen Stücken besetzt. Andoh spielte beispielsweise die Portia in &#8220;Julius Cäsar&#8221;, die Blanche in &#8220;Endstation Sehnsucht&#8221; und Misses Saunders in Carol Churchills &#8220;Cloud Nine&#8221; – Rollen, von denen afro-deutsche SchauspielerInnen hierzulande nur träumen können.<br />
Wer welche Rollen spielen kann und darf<br />
Im Unterschied dazu haben in Deutschland Intendanten, Regisseure, Schauspielschulen, Vermittlungsagenturen stellvertretend für den (angeblichen) Geschmack eines überwiegend weißen Publikums entschieden, dass schwarze SchauspielerInnen – Deutsche wie Ausländer – aufgrund ihres Aussehens, insbesondere ihrer Hautfarbe (also ihrer sogenannten rassischen Merkmale wegen), nicht geeignet sind für die meisten Stücke der deutschen und europäischen Dramatik. Weiße Darsteller hingegen dürfen alles spielen, einschließlich Kleopatra, Midge (&#8221;Ich bin nicht Rappaport&#8221;), schwarze Flüchtlinge (&#8221;Unschuld&#8221;) sowie ausdrücklich als schwarz deklarierte Rollen (&#8221;Clybourne Park&#8221;). Schwarze SchauspielerInnen kommen derweil für reguläre klassische und moderne Rollen nicht in Frage, nicht für das Gretchen oder den Romeo, für Jelineks &#8220;Winterreise&#8221; oder Borcherts Beckmann, für Polly Peachum ebenso wenig wie für Mackie Messer, Leonce, Lena oder die &#8220;Geschlossene Gesellschaft&#8221; – man könnte die Liste endlos fortführen. Eine solche systematische Benachteiligung aufgrund vermeintlich &#8220;rassischer&#8221; Merkmale nennt man Rassismus.<br />
Jeder einzelne Schauspieler, Zuschauer, Theaterkritiker und Intendant an jedem einzelnen deutschen Theater kann sicherlich allerlei politisch korrekte Gründe vorbringen, warum auch im Ensemble seines Theaters (fast) keine PoC-SchauspielerInnen zu finden sind. Gerade auch in den auf nachtkritik.de geführten Debatten war sich die empörte Masse für kein Argument zu schade, um Thalheimer, Hallervorden und den gesamten deutschen Staatstheaterbetrieb stellvertretend für sich selbst von allen Rassismus-Vorwürfen frei zu sprechen.<br />
Lange Tradition<br />
In dem Bestreben, rassistisches Denken und Handeln von sich zu weisen, offenbarten diese Rechtfertigungen allerdings eben gerade dies: Rassistisches Denken und Handeln ihrer Absender.<br />
Rassismus erfreut sich, wie auch das Blackfacing, weltweit einer langen Tradition, nur hat er im Laufe der Geschichte immer wieder sein Gesicht verändert. Und so existiert er auch heute noch auf verschiedensten Ebenen und zeigt sich in mannigfaltigen Formen und bunten Verkleidungen, trotz Demokratie, Karneval der Kulturen und Ministern mit &#8220;Migrationshintergrund&#8221;. Wie auch der Sexismus wird er dadurch aufrecht erhalten, dass eine bestimmte Gruppe, die (weiße) deutsche Mehrheitsgesellschaft nämlich, Schlüsselpositionen in Politik und Gesellschaft weiterhin unter sich aufteilt: Leitungspositionen in der Judikative, Exekutive und Legislative, Vorstandsposten in der Wirtschaft, Intendanten-Posten in der Kultur, Hauptrollen auf der Bühne. Auf diese Weise sichert sich dieselbe Gruppe (sicherlich zumeist unbewusst) die Definitionshoheit darüber, was Rassismus und was künstlerische Freiheit ist und wie Blackfacing beurteilt werden sollte.<br />
Die Begriffe &#8220;Mehrheitsgesellschaft&#8221; und &#8220;Minderheit&#8221; bezeichnen dabei nicht in erster Linie zahlenmäßige Dominanz, sondern Machtverteilung und Repräsentanz. Es ist bundesdeutsche Realität, dass Menschen mit einer bestimmten Hautfarbe, einem bestimmten kulturellen Hintergrund oder Geschlecht, weniger (Repräsentations-)Macht haben als andere. Das mag im Einzelfall an den minderen Fähigkeiten der Individuen liegen, aber keiner wird ernsthaft behaupten wollen, dass Frauen oder Schwarze von Natur aus weniger begabt und ehrgeizig sind als Weiße oder Männer. Die systematische Ausgrenzung von PoC an deutschen Theatern ist also kein Einzelfall ist, sondern die Regel. Eine Debatte über Blackfacing ohne eine Debatte über die dort herrschenden diskriminierenden Strukturen ist daher undenkbar, denn das eine bedingt das andere.<br />
Man muss kein Neonazi sein<br />
Der humanistisch gebildete, Menschen verschiedenster Herkunft zu seinem Freundeskreis zählende und in Political Correctness ebenso wie in Fremdsprachen bewanderte deutsche Durchschnittsbürger unterliegt immer wieder dem grausamen Irrtum, Rassismus sei ein Phänomen, das sich ausschließlich im Denken und Handeln Keulen schwingender Neonazis und rechtsextremer NPD-Volksverhetzer offenbart. Dieser Glaube ist genauso falsch wie fatal; da sich kein zivilisierter Mensch den oben genannten Gruppen zuordnen würde, schon gar nicht als Kunstschaffender mit bildungspolitischem Auftrag, können alle folgerichtig niemals Rassisten sein. Dem zugrunde liegt der unerschütterliche Glaube, um rassistisch zu denken und zu handeln bedürfe es eines bösartigen und vor allem bewusst gefassten Entschlusses. Dem ist nicht so.<br />
Tatsächlich sind rassistisch motivierte, verbale und handgreifliche Gewalttaten, im Vergleich zum tagtäglich praktizierten, ihre Wirkung auf allen Ebenen unserer Gesellschaft entfaltenden, strukturellen und institutionellen Rassismus, die Ausnahme. Man muss kein Neonazi sein, um rassistisch zu handeln, genauso wie man kein Frauenhasser sein muss, um Frauen zu diskriminieren. Rassistische Strukturen werden von denen, die sie geschaffen haben, als normal empfunden, genauso wie die ungleiche Behandlung von Frauen lange Zeit gesellschaftlich sanktioniert war. Das, und nur das, ist der Grund, warum struktureller und institutioneller Rassismus in diesem Land nicht auch konsequent als solcher benannt wird: weil er Normalität ist. Für Schwarze und Weiße gleichermaßen. Dieses kann bewusst oder unbewusst, in bester Absichten oder aus bösartigen Motiven heraus geschehen – im Ergebnis und in der Konsequenz ist und bleibt es für die Betroffenen: Rassismus.<br />
Die Bequemlichkeit der Definitionsmacht<br />
Natürlich braucht ein Umdenken Zeit. Die Demokratie in den Köpfen hinkt der auf dem Papier stets hinterher. Vielen weißen Deutschen wird es einiges abverlangen zu erkennen, dass das, was sie seit jeher als &#8220;normal&#8221;, als &#8220;fremd&#8221; oder &#8220;gute alte Tradition&#8221; angesehen haben, nur deshalb diese Bezeichnungen trägt, weil sie sich untereinander darauf geeinigt haben, ohne ihre afro-, türkisch- oder asiatisch- deutschen MitbürgerInnen nach ihrer Meinung zu fragen. Deren Ansichten waren meist irrelevant, da ohne politisches Gewicht. Seit sich jedoch immer mehr PoC organisieren und öffentlich zu Wort melden, ist selbst die einst allerorts hippe sogenannte Political Correctness in Verruf geraten. Diese bezeichnet ja eigentlich nichts anderes als den Anspruch, jeder Mensch möge sich der politischen Dimension seiner Ausdrücke und Handlungen bewusst sein und dementsprechend bedachtsam damit umgehen. Doch manch einer hat gemerkt, dass diese Forderung nicht nur der eigenen geistigen Bequemlichkeit im Wege steht und den Alltag verkompliziert – plötzlich sollte man sich über die Gefühle von Leuten Gedanken machen, deren Nachnamen man noch nicht einmal aussprechen kann – sondern zudem die Aufgabe von Privilegien und das Teilen von (Definitions-) Macht bedeutet. So wird die Frage, ob Blackfacing rassistisch ist oder nicht, auch in Deutschland zukünftig nicht mehr nur von Weißen entschieden werden, sondern vor allem auch von denen, die durch Blackfacing dargestellt werden (sollen) und darin eine rassistische Diskriminierung erkennen. Weiße Deutsche werden sich daran gewöhnen müssen, dass sie die Uhren nicht mehr zurück drehen und in eine Zeit zurück kehren können, in der es ihnen möglich war, alles und jeden einfach so zu bezeichnen und darzustellen wie sie es &#8220;schon immer&#8221; getan haben. Sie werden sich ferner daran gewöhnen müssen, sich nicht mehr rassistisch verhalten zu können, ohne dass dies auch rassistisch genannt wird.<br />
2. THEATER UND BLACKFACING<br />
Die immer wieder vorgebrachten Argumente für das Blackfacing folgen derselben Logik wie die Rechtfertigungen rassistischer Strukturen am Theater. In beiden Fällen wird davon ausgegangen, dass die weitgehende Abwesenheit von PoC SchauspielerInnen an deutschen Theatern bzw. ein sogenanntes künstlerische Mittel – Blackfacing – nicht grundsätzlich rassistisch seien, sondern dass erst der Kontext, in dem sie auftreten, darüber entscheide, ob es sich um Diskriminierung handelt oder nicht. Gemäß dieser Logik gibt es also nichts – kein Symbol, kein Wort, kein künstlerisches Mittel, keine gesellschaftliche Realität – was grundsätzlich als rassistisch bezeichnet werden kann.<br />
&#8220;Habt ihr&#8217;s immer noch nicht kapiert?&#8221;<br />
Statt dessen entscheidet wiederum eine weiße Mehrheitsgesellschaft, dass sie einen neuen künstlerischen Kontext geschaffen hat, in welchem, einst ebenfalls von einer weißen Mehrheitsgesellschaft geschaffene, negative Konnotationen nun nicht mehr gelten. Zwar gibt es an deutschen Theatern Blackfacing immer noch und schwarze SchauspielerInnen immer noch nicht, aber der neue künstlerische Kontext verleiht dem Ganzen eine vollkommen neue, ja sogar anti-rassistische Bedeutung. Schwarzen wird dabei wieder einmal die passive Rolle der Duldenden zugebilligt, die die jeweilige Bedeutung der Darstellung ihrer selbst zwar zur Kenntnis nehmen, aber nicht bewerten, ihr also von sich aus keine Bedeutung geben dürfen. Tun sie dies dennoch, werden sie ignoriert, lächerlich gemacht und /oder belehrt: &#8220;Habt ihr&#8217;s immer noch nicht kapiert? Weiße bewerten Blackfacing doch jetzt schon lange nicht mehr als diskriminierend!&#8221;<br />
Wer besitzt das (Vor-)Recht festzulegen, was in puncto Blackfacing aktueller Konsens ist? Diejenigen, die dieselbe Hautfarbe haben wie jene, welche die ursprünglich diffamierende Bedeutung etablierten? Diejenigen, die gleichzeitig behaupten, keine schwarzen Darsteller gefunden zu haben? Diejenigen, die gleichzeitig kaum einen schwarzen oder anderen PoC als Darsteller ins Ensemble holen? Diejenigen, die gleichzeitig behaupten, an deutschen Theatern gäbe es keinen Rassismus? Oder sind nicht die in erster Linie berechtigt, die dieselbe Hautfarbe haben wie jene, die damals die diffamierende Bedeutung, welche die Weißen dem Blackfacing gaben, aushalten mussten, und die nun wiederum angehalten sind hinzunehmen, dass diese Bedeutung neuerdings (für die Mehrheitsgesellschaft) nicht mehr gilt, auch wenn Schwarze weltweit tagtäglich gegenteilige Erfahrungen machen, nämlich, dass schwarz = minderwertig oder schwarz = fremd sehr wohl noch Konsens ist.<br />
Theatermacher können sich nicht einfach außerhalb einer diskriminierenden Geschichte positionieren, die eine weiße Mehrheitsgesellschaft selbst hervor gebracht hat, die damit verbundenen negativen Gefühle einer ganzen Gruppe von Menschen ignorieren und mit dem Verweis auf künstlerische Freiheit vom Tisch wischen.<br />
Black-Facing als Ausdruck künstlerischer Freiheit?<br />
Für mich als afro-deutsche Zuschauerin sowie für viele andere PoC funktioniert weder ein schwarzer noch ein schwarz angemalter weißer Schauspieler als Verfremdungseffekt oder Darstellung des &#8220;Fremden an sich&#8221;. Für uns sind schwarze Haut und krauses Haar oder schmale, schräg gestellte Augen oder große braune Augen in Kombination mit schwarzem Haar, braunem Teint und vollen Lippen nicht automatisch gleich fremd, weder im nationalstaatlichen noch im zwischenmenschlichen Sinn. Denn WIR sehen so aus und sind weder in Deutschland noch in Europa Fremde.<br />
Die künstlerische Freiheit ist eine zu Recht in Deutschland hochgehaltene Errungenschaft, das den Werk- und Wirkungsbereich der Kunst schützt und es verbietet, auf Methoden und Inhalte künstlerischen Schaffens einzuwirken. Nun kollidieren durch den Gesetzgeber garantierte Freiheiten seit jeher mit den von ihm ebenso garantierten Rechten. Oft endet die Freiheit des Einen dort wo das Recht des Anderen beginnt und umgekehrt. Es gilt also Freiheiten und Rechte gegeneinander abzuwägen, zum Beispiel das Recht auf künstlerische Freiheit gegen den ebenfalls im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatz und das darin enthaltene Diskriminierungsverbot. Dieses verbietet die Ungleichbehandlung bzw. Diskriminierung und Herabwürdigung von Personen(-gruppen) aufgrund bestimmter Merkmale – z.B. Hautfarbe, &#8220;Rasse&#8221;, nationaler Herkunft oder Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit – wenn dafür keine sachliche Rechtfertigung vorliegt. Sowohl Freiheits- als auch Gleichheitsrechte sind weitläufig interpretier- und auslegbar, je nachdem wessen Freiheit bzw. wessen Recht man stärker gewichtet. Sowohl hinsichtlich der (Unter-)Repräsentation schwarzer SchauspielerInnen als auch der Darstellung schwarzer Menschen an deutschen Theatern fällt diese Gewichtung derzeit in Deutschland eindeutig und ausschließlich zugunsten der Freiheiten der Mehrheitsgesellschaft aus. Welche sachliche Rechtfertigung erklärt, dass PoC, gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung, an deutschen Theatern praktisch nicht in Erscheinung treten? Welche sachliche Rechtfertigung gibt es dafür, dass Black-Facing als künstlerisches Mittel unerlässlich und unersetzbar ist, auch wenn sich eine ganze Bevölkerungsgruppe erklärtermaßen dadurch herabgewürdigt fühlt?<br />
Freiwillig statt Quote<br />
An der öffentlichen Debatte um die Auslegung von Freiheiten und Rechten werden sich PoC künftig immer stärker beteiligen und eventuell zu anderen Ergebnissen kommen als ihre weißen Mitbürger. Trotzdem wird man der ungleich höheren Gewichtung künstlerischer Freiheit zu Lasten schwarzer Menschen und SchauspielerInnen rechtlich kaum beikommen können. An jedem einzelnen deutschen Theater ist es eben Ausdruck der künstlerischen Besetzung-Freiheit, keine PoC einzustellen und Blackfacing zu betreiben. Man stelle sich nur einmal vor, Frauen wären in den Ensembles kaum präsent, gleichzeitig würden Männer sämtliche Rollen spielen, weibliche Rollen inbegriffen, und hin und wieder auch mit überdimensional großen, aufgemalten Brüsten. Als sachliche Begründung kann da jedes erdenkliche Argument herhalten: Wir haben keine Schauspielerin gefunden! Der männliche Darsteller war einfach besser! Die Brüste sind ein Verfremdungseffekt!<br />
Wer will und kann eine Quotenregelung für Theater-Ensembles fordern? So würden vielleicht Missstände beseitigt, aber auch jede Möglichkeit einer künstlerisch fruchtbaren Arbeit. Eine andere Besetzungspraxis und der freiwillige Verzicht auf rassistische Ausdrucksmittel wird wohl erst Realität werden, wenn, wie in England und den USA, PoC Schlüsselpositionen im Theaterbetrieb inne haben und damit auch die Macht, ihre Auffassung von künstlerischer Freiheit umzusetzen.<br />
Wenn Romeo albern wird<br />
Angesichts der Forderung, schwarze Rollen sollten besser mit Schwarzen als mit schwarz bemalten Weißen besetzt werden, gab Ulf Schmidt auf nachtkritik.de zu bedenken: &#8220;Die Konsequenz einer solchen Forderung wäre nämlich auch die Frage, wie denn überhaupt einer einen anderen &#8217;spielen&#8217; können soll, wie die Differenz zwischen dem Spielenden und Gespielten, der durch diese Differenz die Möglichkeit hat, szenische Bedeutung zu erzeugen, überhaupt zu rechtfertigen wäre: Wie sollte ein Bürgerlicher einen König, ein Deutscher einen Dänen, wie ein Moderner einen Mittelalterlichen spielen können?&#8221; Und Theaterfreunde fragten sich besorgt: Darf jetzt der Romeo nur noch von einem Italiener und keine Frau mehr von einem Mann gespielt werden?<br />
Abgesehen davon, dass Blackfacing-Gegner nicht die Differenz zwischen Spielendem und Gespieltem, sondern eine rassistisch konnotiertes Theater-Mittel kritisiert haben, hat Ulf Schmidt natürlich recht: alle sollten – theoretisch – alles spielen können. Gerade ein, wie auch immer gearteter, Unterschied zwischen Schauspielerin und Rolle generiert mitunter spannende Bedeutungen. Warum sollten also nicht auch Weiße Schwarze spielen, solange dies ohne die Verwendung rassistischer Stilmittel geschieht. Und natürlich, liebe Theaterfreunde, wäre es auch albern, den Romeo künftig nur noch von Italienern spielen zu lassen, mindestens genauso albern, wie ihn fast ausschließlich von weißen Deutschen spielen zu lassen, was gegenwärtig in Deutschland der Fall ist.<br />
Bedeutungs-Festlegung nach Hautfarbe<br />
Doch die Sache ist die: An deutschen Theatern dürfen nicht alle alles spielen. Schwarze kommen für 99 Prozent der Rollen nicht in Frage, schon gar nicht für Rollen, die ausdrücklich als weiß bezeichnet sind. Warum also kocht die Empörung hoch, wenn PoC nicht bereit sind, in einzelnen Produktionen schwarz angemalte Weiße als Darsteller für Schwarze zu akzeptieren, während die Mehrheit der Bevölkerung verständnisvoll nickt, wenn das Schlosspark-Theater verlauten lässt, dass die meisten Rollen im Repertoire der Staatstheater nicht für Schwarze geeignet seien?<br />
Dahinter steht die Behauptung, dass bei einem schwarzen Schauspieler fast immer eine Differenz zwischen ihm und der Rolle besteht und zwar in einem so großen Ausmaß, dass es kaum eine Rolle gibt, die er spielen kann, weil er darin unglaubwürdig wäre. Während ein weißer Schauspieler jedes menschliche Wesen repräsentieren kann (Schwarze inbegriffen), wobei eine etwaige Differenz zu seiner Rolle künstlerisch wertvolle Bedeutung schafft. Weiß steht für die Menschheit schlechthin, schwarz steht nur für schwarz, und manchmal noch nicht einmal das.<br />
Warum legen Regisseure, Intendanten, Kritiker und Zuschauer in Deutschland schwarze Haut auf einige wenige Bedeutungen fest, weiße Haut aber nicht? Das Klischee besteht doch nicht darin, dass Schwarze Flüchtlinge, Drogendealer oder Bedienstete spielen, sondern darin, dass sie fast AUSSCHLIESSLICH diese Rollen spielen. Um noch einmal das Romeo-Beispiel zu bemühen: Warum darf ein weißer Deutscher den Romeo ganz selbstverständlich spielen, ein Afro-Deutscher jedoch nicht bzw. nur als Ausnahme von der Regel? Beide sind keine Italiener. Oder ist es am Ende vollkommen egal, welche Hautfarbe oder Nationalität der Schauspieler des Romeo hat, weil es im Stück (anders als in &#8220;Clybourne Park&#8221; ) gar nicht um Hautfarben geht?<br />
Weiße können alles spielen?<br />
Leider sieht die Realität an deutschen Theatern derzeit so aus: Weiße spielen Rollen, die a) hinsichtlich der Hautfarbe nicht näher definiert sind, die b) ausdrücklich als weiß beschrieben sind und die c) ausdrücklich als schwarz beschrieben sind. Dies geschieht a) ohne jede Begründung b) mit der Begründung des naturalistischen bzw. historischen Korrektheit c) mit der Begründung der künstlerischen Freiheit bzw. einer gewünschten Verfremdung. Wird diese Besetzungspraxis als rassistisch bezeichnet, wird das selbstverständlich abgestritten mit der Begründung, dass es a) ausschließlich darum ginge, wer der beste Schauspieler ist (Fazit: Schwarze sind IMMER die schlechteren Schauspieler, selbst wenn es darum geht, dass sie sich selber darstellen) b) man keine schwarzen Schauspieler gefunden hätte (Fazit: es gibt keine schwarzen Schauspieler in Deutschland bzw. so wenige, dass man unsagbare Mühen auf sich nehmen muss um sie zu finden), c) es an den Ensembles keine schwarzen Schauspieler gibt und das Geld fehlt, um sie als Gäste einzustellen, d) es an den Ensembles keine schwarzen Schauspieler gibt, weil es zu wenig Rollen für sie gibt – wobei natürlich, theoretisch, jeder alles spielen können sollte und darf!, e) es rassistisch wäre, wenn Weiße, nur weil sie weiß sind, keine Schwarzen spielen dürften, f) es ebenso rassistisch wäre, ausschließlich Schwarze für als schwarz bezeichnete Rollen zu besetzen, weil man sie dadurch wiederum auf ihre Hautfarbe reduzieren würde, was aber gleichzeitig der Grund ist, warum sie für alle anderen Rollen auch nicht in Frage kommen, was jedoch nicht rassistisch ist, weil es nun mal nicht so viele Rollen für Schwarze gibt, weil sie schwarz sind. Ergebnis: Weiße können alles spielen, Schwarze nicht mal &#8220;sich selbst&#8221;.<br />
Institutioneller Rassismus gegen PoC<br />
Natürlich bekommen auch weiße Schauspieler aufgrund äußerer Kriterien keine Rollen – zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu jung, zu alt oder schlichtweg nicht der Typ. Das Theater sortiert gnadenlos aus, nach Kriterien, die immer dann diskriminierend werden, wenn sie Schauspieler auf reine Äußerlichkeiten reduzieren und einen bestimmten Typ gegenüber anderen systematisch bevorzugen. Jeder, der sich auf diesen Beruf einlässt, muss jedoch damit rechnen, über den Typ definiert zu werden, den Theatermacher in ihm sehen.<br />
Nun ist Schwarz-Sein aber kein Typ, kein Rollenfach, genauso wenig wie Weiß-Sein. Es ist eine Hautfarbe, die in manchen Stücken genutzt wird, um eine bestimmte Bedeutung zu generieren. Im Falle der schwarzen Haut ist es jedoch immer dieselbe, eindimensionale Bedeutung, die fast nie erwünscht ist, außer es soll Exotik oder Fremdheit generiert werden. Die Bedeutung weißer Haut hingegen ist neutral bzw. so mannigfaltig wie die Welt selbst. Auch gibt es keine systematische und tief in der Gesellschaft verankerte Diskriminierungsform, die sich ausschließlich auf Weiße bezieht. Sexismus, Homophobie oder Benachteiligung aufgrund einer körperlichen Konstitution (Gewicht, Größe) oder Einschränkung, trifft PoC genauso wie Weiße. Institutioneller Rassismus in Deutschland hingegen richtet sich ausschließlich gegen PoC. Das heißt, selbst wenn ein Schwarzer von Körperbau und Typ her dem Rollenprofil des &#8220;jugendlichen Liebhabers&#8221; entspricht, wird dies überlagert von der Bedeutung, welche die Mehrheitsgesellschaft seiner Hautfarbe zuschreibt. Also kann er, selbst wenn er alle anderen Kriterien erfüllt, nicht besetzt werden, da Theatermacher und -rezipienten nicht den Liebhaber, sondern immer in erster Linie den Schwarzen in ihm sehen (wollen). Fortwährend würde also die Frage im Raum stehen: &#8220;Ich verstehe ja, dass der Romeo verliebt ist – aber warum ist er schwarz?&#8221;<br />
Warum nicht gleich so<br />
Selbst da, wo ein Regisseur einfach nur das Naheliegende tut und vom Autor ausdrücklich als &#8220;weiß&#8221; oder &#8220;schwarz&#8221; beschriebene Rollen auch entsprechend besetzt, muss er sich rechtfertigen. Selbstverständlich nur für die schwarzen Darsteller.<br />
So erging es Matthias Fontheim, Intendant des Staatstheaters Mainz und Regisseur der deutschen Uraufführung des Stückes Die Unerhörten von Bruce Norris. Fontheim hatte sich dafür entschieden, Weiße von Weißen und Schwarze von Schwarzen verkörpern zu lassen. Nicht, um einen vermeintlichen Realismus zu bedienen und dem Publikum authentische Afrikaner zu präsentieren (alle fünf schwarzen SchauspielerInnen sind übrigens Deutsche). Auch nicht, um schwarze Darsteller wieder einmal zum Sinnbild des Fremden zu machen, sondern im Gegenteil: Er wollte Schwarze wie Weiße in diesem Stück als Abbild unser aller Selbst zeigen. Schwarze sind in &#8220;Die Unerhörten&#8221; eben nicht die guten, armen, bemitleidenswerten Gebeutelten der Geschichte. Sondern sie sind genauso hilfebedürftig, böse, gut und korrupt wie die weißen Figuren. Gleichzeitig verleugnet Bruce Norris in seinem Stück aber niemals den Rassismus der Weißen gegenüber den Schwarzen und stellt damit die Situation zwischen Afrika und der westlichen Welt genau so dar, wie sie ist: widersprüchlich. Ob die schwarzen Darsteller wirklich Afrikaner und die weißen Darsteller wirklich Amerikaner sind, ist dabei vollkommen irrelevant; dass sie schwarz bzw. weiß sind, allerdings nicht. Denn so wird verdeutlicht: egal ob schwarz oder weiß, es geht um den Missbrauch von Macht und den Wert eines menschlichen Lebens.<br />
Möglichkeiten und Wirklichkeiten der kritischen Reflexion<br />
Nun hatte der Kritikerin Shirin Sojitrawalla die Mainzer Inszenierung nicht gefallen. Legitim. Aber anstatt sich auf Kritik an der Inszenierung oder den schauspielerischen Leistungen zu beschränken, kritisierte sie Fontheims Besetzungsentscheidung und zwar nach Kriterien der Hautfarbe (nein, das ist nicht dasselbe, was Blackfacing Gegner taten, denn sie kritisierten die rassistische Darstellungsform). Interessanterweise tat Frau Sojitrawalla dies aber ausschließlich hinsichtlich der schwarzen Darsteller. Genauso gut hätte sie Fontheim vorwerfen können, dass selbst die Besetzung der weißen Rollen mit Weißen nichts gegen die, ihrer Meinung nach, in der Inszenierung vorherrschende Künstlichkeit auszurichten vermochte. Tat sie aber nicht. Sondern sprach ausschließlich darüber, dass die schwarzen Darsteller dem einzigen Sinn, den sie ihnen in dieser Inszenierung zugestand – nämlich Authentizität zu generieren – nicht gerecht wurden und somit auch durch Weiße hätten ersetzt werden können.<br />
Wir sind uns wohl alle einig sind, dass sich ein Deutscher nicht über seine Hautfarbe definiert, genauso wenig wie ein Amerikaner, ein Afrikaner oder ein Mensch an sich. Deshalb sollte nicht nur dann gegen eine &#8220;biologistische&#8221; Besetzung und die &#8220;Realismusfalle&#8221; protestiert werden, wenn es um die Privilegien Weißer geht. Dann bitte konsequent. Dann bitte auch mal eine Kritik mit dem Wortlaut: &#8220;Inszenierung xy war misslungen, daran konnten auch die weißen Darsteller nichts ändern. Hätte man also auch gleich schwarze Darsteller nehmen können.&#8221;</p>
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		<title>Bundesregierung verweigert Entschuldigung für Völkermord</title>
		<link>http://community.isdonline.de/2012/03/24/bundesregierung-verweigert-entschuldigung-fur-volkermord/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 17:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ISD Bund Vorstand</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Community]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemitteilung: AfricAvenir International - Afrika-Rat         Berlin-Brandenburg - Arbeitskreis Panafrikanismus München (AKPM)         - Berlin Postkolonial - Deutsch-Afrikanische Gesellschaft Berlin         (DAFRIG) - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland       [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Pressemitteilung:</span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial"> AfricAvenir International - Afrika-Rat         Berlin-Brandenburg - Arbeitskreis Panafrikanismus München (AKPM)         - Berlin Postkolonial - Deutsch-Afrikanische Gesellschaft Berlin         (DAFRIG) - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland         (ISD-Bund)</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"></span><strong><span style="font-size: 14pt; font-family: Arial">Bundesregierung verweigert Entschuldigung           für Völkermord </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"></span><span style="font-family: Arial">NRO-Bündnis         wirft Regierungskoalition diskriminierende Erinnerungspolitik         vor<span>   </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">24.3.2012 Der Bundestag hat am 22. März 2012 über einen         Antrag der Linken und über einen zweiten Entwurf von SPD und         Bündnis 90/Die Grünen zur Anerkennung der Vernichtungsfeldzüge         gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie         „Deutsch-Südwestafrika“ (1904-08), dem heutigen Namibia, als         Genozid debattiert. Erstmals in der Geschichte der         Bundesrepublik hat sich dabei die komplette Opposition für eine         förmliche Entschuldigung des Bundestags gegenüber den Nachfahren         der mehr als 100.000 Opfer ausgesprochen. Trotzdem wurden beide         Anträge nach nur halbstündiger Debatte mit den Stimmen der         Regierungskoalition abgelehnt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">„Angesichts der einhelligen Feststellung von Fachwelt         und Öffentlichkeit, dass die kaiserlichen „Schutztruppen“ an den         Herero und Nama einen Völkermord begangen haben, kommt es einer         Leugnung des Genozids gleich, wenn die Regierungskoalition nun         erneut dessen Anerkennung verweigert“, sagt Christian Kopp von         Berlin Postkolonial. „Im Namen von mehr als 100         Nichtregierungsorganisationen aus allen Teilen Deutschlands, die         innerhalb weniger Tage den Bündnisaufruf „Völkermord verjährt         nicht!“ unterzeichnet haben, verurteilen wir ein derart         unwürdiges Fliehen vor Deutschlands historischer Verantwortung         auf das Schärfste! Gleichzeitig begrüßen wir, dass nun neben der         Linken auch SPD und Bündnis 90/Die Grünen wirkliche Meilensteine         auf dem Weg zur Versöhnung mit den Nachfahren der Opfer gesetzt         haben. Mit ihren Reden, die der außergewöhnlichen Schwere und         Bedeutung des Themas angemessen waren, haben sie bewiesen, dass         sich auch in Deutschland eine neue, kritische Sicht auf unsere         koloniale Vergangenheit durchzusetzen beginnt. Wir sehen das         nicht zuletzt als Erfolg des ausdauernden Engagements der         Organisationen des Bündnisses“ </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Sharon Otoo von der Initiative Schwarze Menschen in         Deutschland (ISD-Bund) macht deutlich: „Der frühere namibische         Außenminister Theo-Ben Gurirab stellte auf der Weltkonferenz in         Durban 2004 sinngemäß die Frage, ob sich Deutschland für seine         Verbrechen bei Israel, Russland oder Polen entschuldigt hat,         weil es um <em>Weiße</em> ging. Auch andere Völkermorde         wurden rückwirkend als solche anerkannt, obwohl diese Kategorie         als Straftatbestand erst 1948 ins Völkerrecht übernommen wurde.         Verweigert die deutsche Regierung die rückwirkende Benennung des         Vernichtungskriegs in „Deutsch-Südwestafrika“ als Genozid, weil         hier <em>Schwarze</em> Menschen ermordet, enteignet und         vergewaltigt wurden?“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der in Berlin lebende Herero Israel Kaunatjike meint:         „Die erneute Weigerung der deutschen Regierung, den Genozid an         meinen Vorfahren und an den Nama einzugestehen und sich endlich         für diesen zu entschuldigen, ist ein demütigender Schlag ins         Gesicht, den wir nicht hinnehmen werden. Auch die namibische         Regierung wird dies nicht ignorieren können: Für die         namibisch-deutschen Beziehungen auf staatlicher Ebene ist dieser         Tag eine Katastrophe. Andererseits können die Menschen in         Namibia nun ganz deutlich sehen, wer in Deutschland aufrichtiges         Interesse an einer kritischen Aufarbeitung des Genozids und an         einer Versöhnung mit ihnen hat.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">SPD und Bündnis 90/ Die Grünen fordern einen speziellen         „Hilfsfonds“ zur Unterstützung der Menschen in den besonders         betroffenen Regionen und eine seit Jahren geplante         „Versöhnungsinitiative“ im Rahmen einer intensiveren         Entwicklungszusammenarbeit. Die LINKE vertritt eine ähnliche         Position wie die der Vertreter der Opferverbände und des         deutschen NRO-Bündnisses und meint, Wiedergutmachung müsse         bedingungslos erfolgen und deshalb von         Entwicklungszusammenarbeit klar getrennt werden. Sie fordern         Bundestag und Bundesregierung zum Dialog mit der namibischen         Nationalversammlung und Regierung und den Nachfahren der Opfer         auf. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial" lang="EN-GB">Kontakt: Telefon <a href="http://community.isdonline.de/wp-admin/tel:01799%20100%20976" value="+491799100976" target="_blank">01799 100 976</a> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial" lang="EN-GB">Sharon Otoo: <a href="mailto:sharonotoo@isd-online.de" target="_blank">sharonotoo (at)           isd-online.de</a> &amp; Christian Kopp: <a href="mailto:buero@berlin-postkolonial.de" target="_blank">buero (at)           berlin-postkolonial.de</a> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial" lang="EN-GB">Web: <a href="http://www.restitution-namibia.de/" target="_blank">http://www.restitution-<wbr></wbr>namibia.de</a>       </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial" lang="EN-GB">Facebook: <a href="http://www.facebook.com/GenocideCannotBeSubjectToPrescription" target="_blank">http://www.facebook.com/<wbr></wbr>GenocideCannotBeSubjectToPresc<wbr></wbr>ription</a>       </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial" lang="EN-GB">Twitter: <a href="http://twitter.com/#%21/restitution4nam" target="_blank">http://twitter.com/#!/<wbr></wbr>restitution4nam</a>       </span></p>
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